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Dienstag, 10. Mai 2011

oh man Achtung Jammerpost..

so Ihr lieben. Da ja nicht immer alles friede freude eierkuchen ist, schreib ich jetzt mal was ausser meiner schönen Küche noch so los ist.
Erstmal hab ich meinen schöne Job verloren , wo ich die Polsterungen genäht habe. Ich hab dort wirklich gerne gearbeitet. Chef nett , Kolegen nett, Arbeit anstrengend , aber schön.. und dann gibt der Auftraggeber von den Abpolsterungen die Aufträge an eine Firma ab , wo Polendamen für wenig Geld arbeiten.. Kolegin traurig, ich traurig, Chef auch traurig...
zum Glück hab ich dank meiner Nachbarin gleich was neues gefunden.. in einem Alterheim . Ich betreue dort Dementkranke. Ich bin halt immer da und mache Frühstück, reiche das Mittagessen an, Kaffe kochen und Kuchen am Nachmittag und dann halt Abendbrot.. Ich bin total durcheinander, erschüttert , teilweise sehr verstört.. ich hab die ersten 3 Tage mehr weinend zu Hause verbracht, als alles andere.. es ist für mich alles emotional sehr anstrengend. Mir tuen die Leute sehr leid und teilweise ekelt mich es auch sehr... ich versuche mein bestes.. ich habe Nachts wieder schreckliche Alpträume, bin Tagsüber oft traurig und komme sehr häufig weinend von der Arbeit und gehe dann ganz für mich alleine mind eine Stunde mit dem Hund bevor ich wieder ansprechbar bin. Ich kann nicht mehr viel essen , weil .. naja geht halt nicht. Falls noch einer von Euch auf irgendwas versprochenes wartet, meldet Euch.. ich denk im Moment nicht an viele Sachen.. ich wollte Euch nur mal informieren, wenn ich im Moment nicht so viel bei Euch poste.. ich hoffe ich gewöhn mich bald dran.. oder viel besser. Mein alter Chef bekommt die Aufträge zurück und ich kann wieder dort arbeiten..

r

Kommentare:

emily fay hat gesagt…

...das tut mir sehr sehr Leid! Ich kann es gut nachvollziehen wie schwer Dir die neue Arbeit fällt nicht einfach:( ich drücke feste die Daumen das sich was neues Positives entwickelt!

glg Marion

Tausendschön hat gesagt…

hach redilein.....ich bin bei dir....du liebe seele nimmst so viel in dir auf...wie kann ich dir bloß helfen? fühl dich jetzt erstmal ganz ganz dolle gedrückt !
du bist WUNDERbar!
schmatz
silke

rosenrot hat gesagt…

Och mensch Redi, das mit deinnem verlorenen Job tut mir echt leid und warum sollst Du nicht auch mal jammern und deinen Frust raus lassen...ich finde das okay und überaus normal. Denn es kann doch nicht alles perfekt sein, das gibt es nicht bei NIEMANDEM!!
Nun möchte ich Dich aber ganz ehrlich fragen, meinst Du dieser neue Job ist was für Dich? Du leidest ja total darunter und wenn es schon Alpträume und Essenprobleme gibt, würde ich mir das wirklich überlegen??
Das bringt nämlich keinem was und deine Familie leidet auch darunter.
Lass Dich mal ganz lieb umarmen, soooo und nun eine Tasse Kaffee, und ich trinke auch eine mit :))
liebste Knuddelgrüße
Marlies

Thalia hat gesagt…

Ich kann Dich gut verstehen.
ich arbeite ja selbst in einer Tagespflege für Demenzkranke. Ich mache dort Freizeitbetreuung.
In den ersten Wochen dort, hat es mich sehr mitgenommen. Mittlerweile ist ds nicht mehr so. Ich stelle mir immer wieder ganz bewußt die Frage, was ich für die Menschen machen kann und wie ich merke, wie sie die Zeit mit mir geniessen. Daran ziehe ich mich hoch. Natürlich gibt es auch schreckliche Tage, aber die guten überwiegen und ich bin sicher, dass solche Arbeit sinnwoll ist und ich gutes damit tue.
Das gibt mir immer wieder Kraft für den nächsten Tag.

liebe Grüße!
Thalia

MiMiFreidel hat gesagt…

Ich kann sehr gut verstehen, dass dich die Arbeit emotional belastet. Ich könnte so einen Beruf nicht ausüben!
Hut ab, vor allen, die andere Menschen pflegen.
Es ist eine Arbeit, die sehr viel Demut, Respekt und Überwindung abverlangt.... und auch bestimmt viel Gleichmut .. damit es einem nicht zu nahe geht.
Vielleicht findest du auf der Arbeit Kollegen oder Chefs mit denen du darüber reden kannst. Vielleicht ging es ihnen am Anfang genauso?
Ich würde dir nahelegen auf jeden Fall darüber zu reden!

Liebe Grüsse
Mimi

Biggi-Spassland hat gesagt…

Süße, da gewöhn dich nicht dran, dann stumpfst du ab.

Es ist wie es ist und nimm es auch so hin. Meine Oma war leider auch davon betroffen. Est als ich es so angenommen habe und es auch akzeptiert habe, dass ich eben nur die Krankenschwester war wurde es besser und war auch okay für mich und ich konnte normal mit allem umgehen.

Knuddel dich und ein guter Rat, auch wenn du dann arbeitslos bist. Hast du die Probleme in 4 Wochen immer noch so stark, gib die Arbeit auf.

Sei lieb umarmt von Biggi

Prüsseliese hat gesagt…

Liebe Redi, ich kann dich so gut verstehen. Es ist eine sehr anstrengende Arbeit, weil sie dich soooo mitreißt. Vielleicht solltest du dich immerwieder daran erinnern, daß Demenzkranke ja nicht wirklich mitbekommen, daß sie alles vergessen und nicht mehr im Leben zurecht kommen. Wahrscheinlich ist es so, als hätten sie Drogen genommen nur ohne Nebenwirkungen, einfach immerwieder alles vergessen. Mal ehrlich, manchmal wünscht sich doch jeder, er könne alles vergessen...

Ich schick dir jetzt mein letztes bisschen Kraft, damit du das durchhälst. Vielleicht läßt Du dir mal von einer Pflege/Medizinischen Fachkraft was über die Krankheit erklären, natürlich nur wenn es dir hilft. Du bist eine starke Frau, daß weiß ich und Du gewöhnst dich hoffentlich daran. Denke oft an dich und die lieben aus dem WUPA...

dat Bea hat gesagt…

Ach Süße, watn Schiet.

Halt die Ohren steif, komm ich drück dich mal...

Andrea hat gesagt…

Ach menno...ich wünschte ich könnte Dir Deinen Kummer nehmen. Altenpflege ist wirklich ein hartes Brot und man muß dafür eben auch "geschaffen" sein. Es gibt Menschen denen es liegt und Menschen die es nicht einfach wegstecken können, weil sie einfach feinfühlig sind.Die Bedingungen in der Pflege sind nun mal alles andere als gut. Ich kenne das aus der Krankenpflege. Ich bin jetzt fast 6 jahre raus und mich gruselt der Gedanke wieder anfangen zu müssen, weil die Rahmenbedingungen alles andere als gut sind.
Also gibt es nur zwei Möglichkeiten...entweder Augen zu und durch...oder nach einer Alternative suchen. Ich denke Du wirst Deinen Weg finden.
Liebe Grüße Andrea

rosenresli hat gesagt…

Liebe Redi,

versteh mich jetzt bitte nicht falsch, aber wenn es Dir so nahegeht, ist es absolut kein Job für Dich.
Ich arbeite selbst als Altenpflegerin auf der Demenzstation und weiß wie das ist. Auch mir geht es nahe, aber mittlerweile habe ich gelernt mich etwas abzugrenzen. Wenn es Dich so traurig macht, ist es nicht gut für Dich und Du solltest gleich wieder aufhören. Denn es wird sicherlich noch Situationen im Heimalltag geben, die Dich noch mehr bedrücken werden. Wenn z. B. jemand stürzt und sich verletzt, wenn jemand depressiv oder aggressiv ist, wenn jemand stirbt ...
Es ist sehr schwer, aber Du darfst Dir die Probleme dort nicht aneignen!!!
Ich stand heute auch vor einer Situation, wo ich einfach kategorisch "NEIN" sagte. Die Situation sah so aus, daß ich 14 Tage durchgearbeitet habe ohne einen freien Tag und heute jemand gestürzt ist in meiner Schicht. Keine sichtbaren Verletzungen, aber wohl doch eine Gehinerschütterung. Die nachfolgende Schicht rief mich zu Hause an, trotz erfolgter Schichtübergabe in der dieser Sturz behandelt wurde, mußte ich am Telefon nochmals alles 3x erzählen und wurde dann aufgefordert zu kommen. Ich lehnte kategorisch ab, denn ich habe JETZT FEIERABEND; ich habe 14 Tage durchgearbeitet, habe 151 Überstunden und die nächsten 2 Tage frei- Ich kann und will nix mehr vom Heim hören, was nicht bedeutet, daß es mir am A. vorbeigeht. (Der Arzt ist eh informiert un ich hätte nicht wirklich etwas machen können.) Aber ich hab auch noch einen Mann (der langsam nicht mehr weiß wie seine Frau aussieht), zwei Hunde (einer davon krank), ein großes Haus, einen Garten und einen Nebenjob (weil man ja in der Altenpflege soviel verdient). Ich kann und mag nicht mehr und bestehe inzwischen auf meiner Freizeit. Denn nur dann kann ich im Job wieder 100 Prozent und mehr geben und völlig für die Bewohner da sein.

Die Bewohner wissen nichts von ihrer Demenz und halten ihr Verhalten für normal. Mach Dir deswegen nicht so einen Kopf, die Leute leben in ihrer eigenen Welt.

Aber wie gesagt, laß es nicht so an Dich ran (das kann man wirklich lernen, ich hätte das auch nicht gedacht), denn wenn Du so bedrückt bist, hilft das niemandem und Dir am allerwenigsten. Harte Worte aber ehrliche Worte - ich weiß.

Ich drück Dich,
Tanja

lille stofhus hat gesagt…

Ach Süße,
da hast Du aber auch einen schwierigen Job. Kann mir vorstellen, daß das an Psyche geht. Hoffentlich kannst Du bei Deinem letzten Arbeitgeber oder woanders wieder anfangen.

Ich drück Dich ganz dolle und natürlich auch die Daumen.

Gela

Elfe78 hat gesagt…

Das tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch das du mit deinem neuen Job so unglücklich bist. Ich betreue an Demenz erkrankte Menschen schon viele Jahre, aber nicht in einem Heim sondern in ihrem Zuhause.. Die Arbeit in einem Heim kann sehr belastend sein, da fühle ich ganz mit dir. Trotzdem hoffe das du dich irgendwie einfinden kannst und deinen neuen Weg vielleicht doch annehmen kannst.
Wenn nicht, vielleicht findet sich ja noch was anderes was dir leichter fällt.
Ich kenne diesen Zustand selber sehr gut und befinde mich in einer sehr ähnlichen Phase..
Ich schicke dir ein bisschen Kraft zum Durchhalten ,meistens tuen sich doch schneller neue Weg auf als man denkt..
Liebe Grüsse

Silke hat gesagt…

Ich druecke Dich total feste. Ich weiss wie weh es tut, wenn alles um einen herum zusammen bricht. Und Dein neuer Job ist echt ein 'emotionales' Stueckchen Welt.
Ich druecke Dir die Daumen, das es bald aufwaerts geht!

LG Silke

Sandymaus144 hat gesagt…

Hallo rednoserunpet, da ich im Moment aus familiären Gründen sehr viel solcher Dinge mit erlebe kann ich das sehr gut verstehen was Du da durch machst. Einerseits bewundere ich Menschen die dies tun können, andererseits wüßte ich nicht wie lange ich das aushalten würde. Sicherlich geht es einen da nicht so nah wie im privaten Bereich, aber dieses Leid täglich mit anzusehen kostet sehr viel Kraft. Die schicke ich Dir und drücke Dir Daumen damit Du Deinen alten Job wieder bekommst.

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